Herz und Hitze

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Heiße Sommertage sind für Menschen mit Herzproblemen oft eine große Herausforderung.  Nicht selten kommt es zu vermehrter Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen bis hin zu Muskelkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen. Bei Hitze im Sommer hier einige wichtige Tipps:

Trinken ?

Herzpatienten, die im Sommer unter Hitze leiden, können ihren Kreislauf oft schon mit ein paar einfachen Maßnahmen deutlich entlasten. Hilfreich ist vor allem die simple Empfehlung, ausreichend zu trinken, denn beim Schwitzen können schnell einige Liter Flüssigkeit und mit ihr Kochsalz und die Elektrolyte Kalium und Magnesium verloren gehen .

Hinweis: Menschen, die wegen einer Herzschwäche normalerweise nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen dürfen, sollten bei Hitze ebenfalls etwas mehr trinken. Bei Unklarheiten über die korrekte Menge ist mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten. Die Trinkmenge sollte bei Herzkranken zwei Liter pro Tag nicht übersteigen. Wer sich nicht sicher über die richtige Trinkmenge ist, kann sich am Abend wiegen. Die Trinkmenge ist genau richtig, wenn das Körpergewicht unverändert geblieben ist. Wer trotz Flüssigkeitszufuhr abgenommen hat, sollte mit seinem Arzt die Dosierung der Entwässerungsmittel herabsetzen.

 

Welches Getränk ?

Tipp: Erfrischungsgetränke nicht zu kalt trinken, da dies bei manchen Menschen die körpereigene Wärmeproduktion anregen kann.

Bei der Getränkewahl sollte man wissen, dass alkoholische Getränke eine Zusatzbelastung für den Kreislauf sein können. Denn Alkohol kann die Flüssigkeitsausscheidung der Nieren erhöhen und auf diese Weise die Austrocknung des Körpers vorantreiben.

Am besten geignet sind stark verdünnte Fruchsäfte, zum Verdünnen ist reines Wasser und Mineralwasser geeignet. Auch Gemüsebrühen können empfehlenswert sein, um den Kochsalzverlust bei unangenehmer Hitze und starkem Schwitzen auszugleichen. Dieser Rat gilt allerdings nicht für Menschen, die einen schwer einstellbaren Blutdruck haben und in diesem Zusammenhang eine salzarme Ernährung bevorzugen müssen.

Welches Essen ?

Auch die Essgewohnheiten lassen sich im Sommer unkompliziert an die höheren Temperaturen anpassen. Um den Körper an warmen Tagen nicht unnötig zu belasten, bieten sich statt wenigen üppigen Mahlzeiten z.B. viele kleine Portionen an, die sich gut über den Tag verteilen lassen.

Bewährt hat sich im Sommer allen voran die mediterrane Ernährungsweise, mit viel frischem Obst und Gemüse und guter Verträglichkeit auch an heißen Tagen gut verträglich ist.

Hitze und Sport ?

Tipp: An heißen Tagen das Sportprogramm in kühlere Parkanlagen oder Waldabschnitte verlegen, wo sich z. B. schöne Spaziergänge oder Walking-Einheiten anbieten. Auch Fahrradtouren, bei denen der Fahrtwind für Kühlung sorgt, sind bei Hitze zu empfehlen.

Auch im Sommer sollte man nicht auf sportliche Aktivitäten verzichten, Bewegung ist ein wichtiger Teil  eines gesundheitsfördernden Lebensstils. Allerdings sollten im Hochsommer mit extremer Hitze , höhere Belastungen auf die kühleren Morgenstunden oder auf den späten Abend verschoben werden , die  pralle Mittagssonne führt schnell zu einer Überwärmung des Körpers.

Besonderheiten gibt es im Sommer auch bei einigen Medikamenten zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere für Diuretika z. B. bei einer Herzschwäche oder für Blutdrucksenker bei Bluthochdruckerkrankungen. Teilweise müssen die Dosierungen dieser Medikamente in den Sommermonaten etwas reduziert werden. Herzkranke Patienten sollten deshalb die Dosierung der verabreichten Medikamente von ihrem behandelnden Arzt überprüfen lassen!

Wir wünschen einen schönen Sommer

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Blutdruck

Andauernd erhöhter Blutdruck verschleißt die Blutgefäße rascher. Unter erhöhtem Druck verlieren die Gefäßwände ihre Elastizität, sie werden steif und dick. Sie verkalken und verlegen sich, manchmal platzen sie sogar. Mit höherem Blutdruck nehmen die Lebenserwartung und die qualitätsreiche Lebenszeit drastisch ab.

Vorübergehende Blutdruckerhöhung: Wenn die Blutgefäße gesund sind, wie bei einem jungen Sportler, dann werden für kurze Zeit (Stunden) auch sehr hohe Blutdrücke (Werte über 220/120 mmHg) problemlos vertragen.

internist steyr werner brunhuber

Normal ist die Blutdruckregulation, wenn von 30 in ruhiger Atmosphäre gemessenen Drücken weniger als die Hälfte über 130/80 mmHg liegen. Dabei ist es egal, ob die Drücke systolisch und/oder diastolisch erhöht sind.

Unter Einnahme von Blutdruck-Medikamenten sollte der Blutdruck immer < 140/90 sein.